1995 kündigte ein junger Mann voller Initiative und Unternehmergeist seinen Staatsdienst und gründete in anspruchslosen Räumlichkeiten und mit einer Handvoll Mitarbeitern ein Unternehmen zur Herstellung aufladbarer Batterien.

Mr. Wang Kai Feng/ Wang Kai-feng.
2003 wurde Wang Chuan-fu zu einem der zehn erfolgreichsten Unternehmer Chinas ausersehen. Sein Unternehmen BYD war in nur acht Jahren zum weltweit größten Hersteller aufladbarer Batterien für Mobiltelefone herangewachsen und hatte in dieser kurzen Zeit einen Weltmarkt-Anteil von über 60 % erobert! BYD beschäftigt heute ca. 30.000 Mitarbeiter in mehreren chinesischen Provinzen sowie in Japan, Korea, Europa und den USA.
Wenn Sie einen Blick ins Innenleben Ihres Handys oder Laptops werfen, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass Sie ein BYD-Produkt finden, ganz gleich, ob es sich um Nokia, Motorola oder eine andere bekannte Marke handelt.

62 % der Weltproduktion von Batterien für Mobiltelefone.
Der für den Spritzformenbau und die Massenfertigung der Endprodukte zuständige Unternehmensbereich hat seinen Sitz in Shenzhen in der Provinz Guangdong.
Der Leiter der Senkerosions-Abteilung, Wang Kai-feng, ist stolz auf seine Werkzeugbau-Werkstatt. Hier stehen die Maschinen in zahlreichen Zeilen aufgereiht – 43 Senkerodiermaschinen (Makino, Sodick, SKM), 8 Drahterodiermaschinen (Charmilles, Fanuc, Sodick) und 19 CNC-Fräsen (DMG, Röders, Mazak, Mori Seiki). Die Röders-Fräse ist einzig für die Elektrodenherstellung vorgesehen. Das ist auch unbedingt notwendig, denn für jedes Formwerkzeug sind etwa 100 Elektroden erforderlich. Die Hälfte davon sind Graphit-Elektroden, die andere Hälfte Kupferelektroden.

Die beeindruckende CAD-Abteilung.
Wang Kai-feng berichtet: „In dieser Anlage stellen wir 120 Formwerkzeuge im Monat her, und weitere 80 in der Fabrik in Shanghai. Seit vier Jahren befindet sich die Abteilung in diesen Räumlichkeiten, aber im Februar 2005 ziehen wir in eine neue Anlage um, die acht Mal so groß ist. Den Platz werden wir brauchen, da sich unser Produktionsvolumen innerhalb der nächsten Jahre auf 500 Formwerkzeuge im Monat erhöhen soll. Anlässlich des Umzugs werden wir weitere 30 Senkerodiermaschinen unterschiedlicher Fabrikate sowie zehn CNC-Fräsen von Röders installieren.
Die Formenbau-Werkstatt beschäftigt 500 Leute, 380 davon sind Maschinenbediener und Werkzeugbauer. Mindestens die Hälfte des Bedienungspersonals sind Frauen, und natürlich wird hier in drei Schichten gearbeitet.
Produktionsleiter Jin Xu-li ist mit System 3R offensichtlich sehr zufrieden: „Im Februar 2004 haben wir in unserem Betrieb das Macro-System eingeführt, und obwohl noch nicht alle Maschinen voll ausgerüstet sind, haben wir schon jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Präzision ist doppelt so hoch. Wir können einen Bearbeitungsvorgang jetzt auch jederzeit unterbrechen, um einen Eilauftrag einzuschieben. Die Produktionskosten ließen sich um ein Drittel senken, und das bei verdoppelter Produktivität. Jetzt muss sich zeigen, ob System 3R auch all das liefern kann, was wir in Zukunft brauchen.“

Abschließend wollen wir Ihnen nicht eine Notiz von Forbes vorenthalten. 2003 erwarb BYD die Xian Qinchuan Auto Company mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 20.000 Autos. Diese Autos werden nun unter dem Namen BYD Auto hergestellt, dem ersten privaten Automobilhersteller in China. 20.000 Autos entsprechen zwar nur 0,5 Prozent des gigantischen chinesischen Markts, aber immerhin.
Der vermutlich weltgrößte Hersteller von aufladbaren Batterien schlägt sich auf den Automobilmarkt – man kann ahnen, was sich da entwickeln könnte…
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