Chimera Co. Ltd.
Die Chimera Co. Ltd. ist nicht nur dem Namen nach, der von einem dreiköpfigen Ungeheuer aus der griechischen Mythologie entliehen wurde, ein außergewöhnliches Unternehmen. Das stellte man letztes Jahr eindrucksvoll unter Beweis, als das Unternehmen auf automatisierte Fertigung umstellte. Da gab man sich nicht mit Einzel- oder Doppelzellen zufrieden, sondern setzte gleich auf zwei Trippelzellen für die Funkenerosion und eine Doppelzelle für das Fräsen. Drei Multizellen auf einen Streich!
Ein Blick in die neue Fabrik – im Hintergrund ist die Doppelzelle zu sehen.
Geschäftsführer Tomohide Miyazaki berichtet: „Wir fertigen vorzugsweise komplexe Bauteile für Formwerkzeuge – typische Einzelstückfertigung also. Viele unserer Kunden sind Formenbauunternehmen. Ihnen bieten wir hohe Präzision und schnelle Lieferzeiten. Was die Präzision betrifft, waren wir unschlagbar, aber in puncto Durchlaufzeiten wussten wir, dass wir uns verbessern konnten.“
Zwei Generationen der Familie Chimera – Geschäftsführer Tomohide Miyazaki und Firmengründer Hideki Miyazaki.
Und das hat sich gelohnt. Laut Miyazaki leisten die neuen Zellen heute 1.200 Bearbeitungsstunden pro Monat, gegenüber der früheren Kapazität von 300 Stunden. Noch muss das Produktionsleitsystem des Unternehmens etwas feinjustiert werden. Danach visiert man die 1.500-Stunden-Grenze an.
Die Lieferzeiten haben sich aber auch so schon erheblich verkürzt!
Seit das Unternehmen vom heutigen Vorstandsvorsitzenden Hideki Miyazaki Anfang der 80er Jahre in Yokohama gegründet wurde, hat man zielbewusst auf ständige Weiterentwicklung hin gearbeitet. So zog der Betrieb Ende der 80er nach Hokkaido um, wo „preiswerte“ Gewerbeflächen und der Zugang zu Arbeitskraft den Weg für eine zukünftige Expansion ebneten.
Tomohide Miyazaki erinnert sich: „Vor knapp zwei Jahren begannen wir mit der Planung der neuen Fabrik, in der heute 15 der insgesamt 120 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zweck dieser Maßnahme war die Steigerung der Produktivität – und das bedeutete automatische Produktionszellen.
Eine der Trippelzellen.
Von Beginn an waren Referenzsysteme von System 3R fester Bestandteil im Produktionsprozess. Vom ersten Mini-System bis hin zu den jüngsten Produktentwicklungen. Es war denn auch ganz natürlich, dass der Roboter WorkMaster und die Software WorkShopManager in den Prozess integriert wurden. Diese haben unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt.“
In der neuen Fabrik wurden inzwischen eine der Trippelzellen für das Senkerodieren und die Doppelzelle für das Fräsen installiert. Die Trippelzelle besteht aus drei Mitsubishi EA12E und einem WorkMaster. Das Magazin hat 128 Positionen für Macro-Elektroden und 30 für Werkstücke auf MacroMagnum.
Die Doppelzelle besteht aus einer Makino V33 und einer Makino Hyper5 mit einem WorkMaster für das Fräsen von Stahlwerkstücken bzw. für die Elektrodenherstellung. Das Magazin hat 90 Positionen für Macro und 15 für MacroMagnum.
Die neue Fabrik in Muroran.
Auch in der alten Fabrik erhöhte man die Produktionskapazität durch die Installation der zweiten Trippelzelle für das Senkerodieren, bestehend aus drei Charmilles RF350 und einem WorkMaster. Das Magazin hat 96 Positionen für Macro und 30 für MacroMagnum.
Produktionsleiter Masaya Suruga sagt: „Wir hatten zwei Hauptgründe für unsere Investition in automatische Produktionszellen. Zum einen wollten wir rund um die Uhr produzieren, zum anderen den menschlichen Faktor im möglichsten Umfang ausschließen. Das ist uns auch gelungen. Obwohl wir nur einen kleineren Teil unserer gesamten Produktion automatisiert haben, ließen sich die Durchlaufzeiten um 40 Prozent reduzieren. Jetzt hoffe ich, dass wir in naher Zukunft auch eine automatische Drahterodierzelle installieren können.“
Drucker freundliche Version
Entwürfe/zeichnungen:
WorkMaster Linear & 4xMakino
WorkMaster 1250/75 & Makino V33 & Hyper 5
WorkMaster 1250/75 & 3xCharmilles RF350P
WorkMaster 1250/75 & 3xMitsubishi EA12E
Angewandte links:
WorkMaster
Automation in general
Macro
MacroMagnum
Visit Chimera:
www.chimera.co.jp/en/