Wie ein traditionelles Formenbau-Unternehmen die Denkweise seiner Mitarbeiter verändert hat und sie einsehen ließ, dass das Automationskonzept von System 3R die Möglichkeit zu erhöhter Produktivität und zur Erhaltung der Arbeitsplätze birgt.

Trotz seiner starken Verwurzelung im Schottischen entspricht Peter McGillivray keinesfalls dem allgemeinen Bild des geizigen Schotten. Er und sein Partner David Kalina sind immer zu Investitionen bereit, wenn es um die gesicherte Zukunft ihres Unternehmens Dynamic Engineering in Mineapolis geht.
Peter and David haben Dynamic vor über 30 Jahren gegründet und das Unternehmen im Laufe der Zeit zu einem der führenden Hersteller von qualitativ erstklassigen Formwerkzeugen entwickelt. Die Kunden sind in erster Linie medizin- und dentaltechnische Firmen. Die Aufträge betrafen Komponenten für Pacemaker, Sensoren, medizinische Einwegartikel, Zahnspangen und Spritzen, aber auch elektronische Anschlusselemente, Uhreneinfassungen, Pfeilspitzen für Armbrüste usw. Für all diese Produkte, die in alle Welt geliefert werden, sind komplexe Multikavitätsformen von Dynamic erforderlich.
„Wir hatten eine glänzende Idee“, erklärt Peter McGillivray, „eine Idee, die aus der Einsicht wuchs, dass wir nur zwei Alternativen hatten: in neue Technik investieren oder untergehen! Der immer härtere Wettbewerb im Formenbau für Pulvermetall, Keramik und Kunststoff war beängstigend. Will man hier wettbewerbsfähig bleiben, sind neue Produktionsverfahren unumgänglich.“
Dynamic hatte in seinen Drahterosionsmaschinen seit über zehn Jahren erfolgreich das Macro-System eingesetzt, weshalb es natürlich erschien sich an System 3R zu wenden. Macro war im Grunde genommen bereits der erste Schritt hin zur Automatisierung, da sich das System einfach in andere Anwendungen wie Fräsen, Schleifen und Senkererosion integrieren lässt. Ebenso einfach ist die Automatisierung mit Hilfe von Robotern, wenn das Palettiersystem erst einmal installiert ist.
Vor der Investition in Roboter musste Peter jedoch zunächst psychologische Vorarbeit leisten, damit die Mitarbeiter diese Maßnahmen nicht als Bedrohung sehen würden, sondern vielmehr als einen notwendigen Schritt zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und vor allem der Arbeitsplätze. „Auf einer unserer zahlreichen Besprechungen bekam jeder Mitarbeiter ein Exemplar des Bestsellers Die Mäuse-Strategie für Manager von Spencer Johnson. Es soll uns helfen zu lernen, wie man Veränderungen in Arbeits- und Privatleben erfolgreich meistern kann.“, erzählt Peter McGillivray. „Das Buch hat uns geholfen, die Notwendigkeit von Veränderungen plausibel zu machen, Vertrauen einzuflößen und das Interesse der Mitarbeiter auf die positiven Schritte zu lenken, die zur Sicherung unser aller Zukunft geplant waren.“
Unter dem Motto gesteigerte Produktivität wurden zwei Roboter von System 3R in der Werkstatt installiert. Damit sollten die Spindelzeit der Maschinen verlängert, die Stundenanzahl mit unbemannter Produktion erhöht und die Arbeitskosten reduziert werden.

Ein WorkPal ermöglicht Produktion auch nachts.
Mit dem WorkPal mit 32 Positionen lassen sich pro Tag 20 produktive Bearbeitungsstunden aus der CNC-Fräse Makino E33 herausholen. Seit Einführung der Nachtproduktion haben sich die Durchlaufzeiten um bis zu 50 Prozent verkürzt, was schnelle Lieferungen ermöglicht. Trotz Streichung einer dritten Schicht haben sich Produktivität und Nutzungsgrad der Maschine um 100 Prozent erhöht. Die Elektroden werden heute fünfmal schneller produziert als noch vor fünf Jahren.
Die Maschinen arbeiten mit Drehzahlen von 40.000 U/min, und vor allem die medizinischen Produkte müssen eine ausgesprochen hohe Oberflächengüte aufweisen. Kürzlich hat das Unternehmen die vibrationsgedämpfte Palettierung (VDP) von System 3R eingeführt, um die Schwingungseffekte beim Hochgeschwindigkeitsfräsen zu reduzieren. Seit Installation eines VDP-Futters in der Fräsmaschine kann sich Dynamic nicht nur über eine erheblich verbesserte Oberflächengüte freuen, sondern auch über die verlängerte Standzeit der Schneidwerkzeuge.
In der funkenerosiven Abteilung bedient ein WorkMaster zwei Senkerosionsmaschinen, indem er Werkstücke und Elektroden lädt bzw. entnimmt. Die Doppelzelle lässt sich am Freitagabend für die mannlose Produktion während des Wochenendes laden.

Doppelzelle aus einem WorkMaster und zwei Senkerodiermaschinen.
„Da es an qualifizierten Fachkräften mangelt, müssen wir unsere Produktivität dadurch erhöhen, dass wir möglichst viele manuelle Momente aus dem Produktionsprozess eliminieren“, erklärt Peter McGillivray.
„Mit Hilfe von System 3R ist unser Konzept voll aufgegangen, und wir sind stolz darüber, dass wir in der Top-Ten-Liste unserer Branchenorganisation National Tooling and Machine Association vertreten sind.“
Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2000 zertifiziert, und der Qualitätsanspruch von Dynamic spiegelt sich auch im Firmenmotto wider: On Time and Right the First Time.
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Entwürfe/zeichnungen:
WorkMaster serving two machines: Makino EDGE 2 & Makino EDNC 43S
Angewandte links:
WorkPal Compact Servo
WorkMaster
Automation in general
VDP - Vibration Damped Palletisation