Edumar Metaalbewerking in Someren ist mit zehn Jahren noch ein junges Unternehmen. Die Brüder Eduard und Marius Wijlaars begannen einst in einem alten Hühnerhaus, sich mit dem Bau von Kücheneinrichtungen ein Zubrot zu verdienen. Ziemlich schnell stieg man jedoch auf die Feinmechanik um, denn auf diesem Gebiet verfügten die beiden über umgangreiche Berufserfahrung.
Ende der 90er Jahre war „Outsourcing“ das beliebte Modewort in der europäischen Fertigungsindustrie, und auch „das große Unternehmen“ in Eindhoven folgte diesem Trend. Man vergab immer mehr Arbeiten an externe Anbieter, und ganze Abteilungen wurden stillgelegt. Der Nebenjob der beiden Brüder entwickelte sich schnell zu einem seriösen Zulieferbetrieb von Komponenten. Das alte Hühnerhaus musste einer modernen Werkstatt von 400 m2 weichen, die später auf 1000 m2 erweitert werden soll.
Die erste Zelle – eine ungewöhnliche Kombination, mit der sich die Anzahl der Spindelstunden um 400 Prozent erhöhen ließ.
Das kostete viel Schweiß und Arbeit. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt. Heute beschäftigt Edumar 12 Mitarbeiter und genießt einen guten Ruf als Zulieferer von Qualitätskomponenten, die in kleinen Serien und mit engen Toleranzen gefertigt werden. Die Stückzahlen der in den Fräsmaschinen hergestellten Serien liegen meist unter 100, und in den Drehmaschinen übersteigen sie selten 1000 Stück. Hin und wieder handelt es sich sogar um Einzelfertigungen.
Die Kunden kommen vor allem aus der Nahrungsmittel- und Halbleiterindustrie, der größte Kunde produziert jedoch industrielle Leimmaschinen. Der Großteil der Kunden ist in den Niederlanden und Deutschland ansässig.
„Irgendwie sind wir beide ‚Schnellzünder‘“, sagt Eduard Wijlaars. „Wenn sich uns eine Gelegenheit bietet, packen wir direkt zu. Vor zwei Jahren bekamen wir Wind von einer DMU50U, die ja keine Produktionsmaschine im eigentlichen Sinne ist. Der Preis hat aber gestimmt, und die Maschine konnte schnell geliefert werden, also haben wir zugeschlagen. Und das haben wir bis heute nicht bereut
Typischer Edumar-Auftrag
Vor vier Wochen installierte das Unternehmen seine zweite automatische Produktionszelle - eine DMU50 Linear Evolution kombiniert mit einem WorkPartner mit 30 Paletten-Positionen für MacroMagnum im Magazin. Auf den Paletten sitzen Schraubstöcke von zwei unterschiedlichen Größen.
„Eine souveräne Zelle“, lobt Eduard Wijlaars. Das Steuersystem für die Palettenhandhabung bietet höchste Flexibilität. Der laufende Vorgang lässt sich einfach unterbrechen, wenn Eilaufträge eingeschoben werden müssen. Wenn das erledigt ist, lässt sich die ursprüngliche Bearbeitung nahtlos wieder aufnehmen.“
Aufträge, die sich vor ein paar Jahren niemals gelohnt hätten, können heute zu wettbewerbsfähigen Preisen und Lieferzeiten angeboten werden, da die automatischen Zellen auch nachts und während der Wochenenden produzieren. Die Zukunftsstrategie von Edumar steht fest – mehr Automatisierung.
Die zweite Zelle mit einem Werkstück im Schraubstock der MacroMagnum-Palette
„Und mein Familienleben hat sich grundlegend verändert. Jetzt kann ich mehr Zeit mit der Familie verbringen, während die automatischen Zellen die Arbeit erledigen.Letzten Samstag war ich mit meiner Familie einkaufen, als ich via SMS benachrichtigt wurde, dass ein Produktionsbatch fertig war. Mein ältesten Sohn schickte ich daraufhin gleich in die Werkstatt, um die Maschine sofort wieder neu zu laden.
Während meine Familie früher der Meinung war, dass ich zu viel Zeit in der Werkstatt verbrachte, sieht sie heute zu, dass ich bei Bedarf direkt dort hinfahre“, sagt Eduard und lacht.
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