E.S. Tooling n.v.
Als Erik Schildermans vor knapp zehn Jahren zusammen mit seiner Frau die Firma E.S. Tooling n.v. gründete, war das Ziel klar definiert: „Wir wollten ein Unternehmen schaffen, in dem wir selbst gerne als Arbeitnehmer arbeiten würden.“
Der Betrieb ist auf die Fertigung von Bauteilen hoher Präzision und Komplexität spezialisiert und liefert an sehr anspruchsvolle Kunden, u.a. in der Optikindustrie. Zu 90 % umfassen die Aufträge ein einziges Bauteil. An diese Art von Fertigung wagen sich nicht viele andere Anbieter heran.
Erik Schildermans: „Trotz des hochklassigen Maschinenparks stellen die Mitarbeiter das wichtigste Aktivum des Unternehmens dar.“
Der Betrieb E.S. Tooling ist einen Besuch wert. Die ordentlichen Lokalitäten wurden zuletzt 2002 ausgebaut. Selbstverständlich ist die gesamte Werkstatt klimageregelt. Hier herrscht das ganze Jahr hindurch eine gleichmäßige Temperatur von 20 °C. Auch der Maschinenpark kann sich sehen lassen und umfasst u.a. die erste Agiecut Vertex, die in einem Benelux-Land installiert wurde.
„Ja, wir haben schon einige hochmoderne Maschinen“, sagt Erik Schildermans, „aber wie fortschrittlich der Maschinenpark auch sein mag, kommt es doch hauptsächlich auf das Können unserer elf Mitarbeiter an. Daher investieren wir zielbewusst in unser Personal, und damit meine ich nicht nur Schulungsmaßnahmen, sondern alles, was den Teamgeist fördert, der in einem so anspruchsvollen Geschäft wie dem unseren sehr wichtig ist.“
Die erste automatische Produktionszelle.
„Wie gut aber Personal und Maschinen auch sein mögen, kommt es unter dem Strich darauf an, einen wirtschaftlich gesunden Betrieb aufzubauen“, erklärt Schildermans weiter. „Ein guter Maßstab für diesen Gesundheitszustand ist die Anzahl der Spindelstunden in der Werkstatt. Hier konnten wir zunächst nicht die Werte erzielen, die wir uns gewünscht hätten.“ 2003 investierte das Unternehmen daher in seine erste automatisierte Produktionszelle, bestehend aus einer 3-achsigen DMG 50V, die mit einem WorkPal Compact mit Platz für sechs GPS-240-Paletten ergänzt wurde. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach kürzester Zeit hatte sich die Anzahl der Spindelstunden dieser Maschine nahezu verdoppelt.
„Für mich steht fest, dass wir in Zukunft auf Automation setzen werden“, sagt Schildermans. „In Bälde werden wir den Betrieb weiterentwickeln und in die Erhöhung der Spindelstunden investieren, um dadurch wettbewerbsfähiger zu werden. Wir stellen uns eine Doppelzelle mit zwei 5-achsigen Maschinen vor, die durch einen WorkMaster beschickt werden, sowie eine Aufrüstung der Koordinatenmessmaschine und der ersten Produktionszelle. Vor allem werden wir aber auf das Produktionssteuerungssystem WorkShopManager von System 3R setzen.“
Erik Schildermans hat eine klare Vorstellung von der Zukunft: „Ich habe eine Vision von Maschinen, die rund um die Uhr produzieren, unabhängig davon, ob die Werkstatt bemannt ist oder nicht. Die Bediener programmieren, präparieren und laden die Magazine, während die Maschine die Produktion übernimmt. Die Mitarbeiter haben eine begrenzte Anwesenheitszeit im Betrieb, stehen aber rund um die Uhr auf Abruf bereit. Sollte ein Problem auftreten, sendet die automatische Zelle eine Mitteilung an den Bereitschaftsbediener - beispielsweise als SMS - der dann via Fernsteuerung oder vor Ort die geeigneten Maßnahmen ergreift.“
2004 durfte Erik Schildermans aus der Hand von Kronprinz Filip den Hermespreis für erfolgreiches Unternehmertum entgegennehmen. Das war ein Beweis dafür, dass seine zielbewusste Arbeit weit über das Kerngeschäft hinaus auf große Wertschätzung gestoßen ist.
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