„Vor einigen Jahren haben wir eingesehen, dass wir die Kapazität unserer 5-achsigen Fräsmaschinen nicht optimal nutzten“, sagt Justin Lehman, dessen Familie seit fünf Generationen das Unternehmen ETW Inc. leitet. „In unseren durch Stangenförderer beschickten Bearbeitungszentren, von denen ein auch fräsende Bearbeitungen ausführen, brachten wir es auf 150 produktive Stunden pro Woche. Davon entfiel jedoch nur ein Bruchteil auf unsere Fräsmaschinen, die für den Großteil unserer Produktion stehen. Wir mussten also dringend etwas unternehmen.“
Die ETW Inc. In Waukesha, Wisconsin, ist ein Familienunternehmen mit langer Tradition. Der Betrieb wurde bereits 1945 gegründet und stellte damals einfachere Stichwerkzeuge her. Das Produktsortiment wurde mit der Zeit auf ein eignes, komplettes System von Werkzeughaltern ausgeweitet, das unter dem Namen Trilock Quick Change bekannt ist.
Dynafix auf dem Maschinentisch und automatische Wechsel haben die Spindelstunden um 50 Prozent erhöht.
Seit einigen Jahren konzentriert man sich jedoch auf drei andere Produktsegmente: kundenspezifische Spezialwerkzeuge, komplexe, kundenspezifische Vorrichtungen sowie kleinere Serien von speziellen Fräsköpfen, beispielsweise mit HSK-Hohlschaft-Kegeln, für die großen Namen der Hartmetall-Industrie wie u.a. Sandvik, Kennametal und Valentine.
ETW hat die somit die Massenproduktion gegen die Herstellung von Präzisionsprodukten in kleinen Serien ausgetauscht. Hierbei liegt das größte Wachstumspotential in der Herstellung von manuellen, hydraulischen oder rotierenden Vorrichtungen. „In der Fertigungsindustrie sind heute immer kürzere Lieferzeiten, kleinere Auftragsbestände und kleinere Organisationen gefragt. Diese Faktoren bewirken, dass die Ressourcen für die eigene Entwicklung und Herstellung von Spezialwerkzeugen in der Regel immer knapper werden. ETW verfügt über diese Ressourcen, und darüber hinaus über große Erfahrung auf diesem Gebiet. Qualität, schnelle Lieferungen und eine ansprechende Preispolitik sind unser Markenzeichen“, erklärt Justin Lehman.
Was die kundenspezifischen Aufträge angeht, kommt etwa die Hälfte der Bestellungen in Form von Zeichnungen. Die übrigen kommen entweder als Zeichnungen des Werkstücks, das hergestellt werden soll, oder in extremeren Fällen heißt es: „Hier ist der Prototyp des fertigen Produkts, ich habe die und die Maschinen zur Verfügung, geben Sie mir alle Werkzeuge und Vorrichtungen, die ich für eine rationelle Produktion brauche.“
Schnelle Lieferungen haben großen Anteil an den Erfolgen von ETW. Schnelle Lieferungen fordern kurze Durchlaufzeiten, und hierfür gilt es, möglichst viele Spindelstunden aus den Maschinen herauszuholen. Konstruktion, Produktionsvorbereitung und alle Maschinen sind in einem lokalen Netzwerk miteinander verknüpft.
Als das Unternehmen in eine DMC 60T mit „Swingpaletten“ investierte, rüstete man den Maschinentisch mit dem Palettiersystem Dynafix von System 3R für das schnelle manuelle Rüsten der Maschine aus. Schon bald hat man jedoch eingesehen, dass die mannlose Bearbeitung nachts und während der Wochenenden erheblich mehr Spindelstunden bringen würde, als der herkömmliche Zweischichtbetrieb. Also rüstete man die Maschine mit einem WorkMaster mit einem Magazin für 24 Dynafix-Paletten auf und schuf so eine automatische Produktionszelle. Für die effiziente mannlose Produktion rund um die Uhr hat die Maschine ein Magazin mit 180 Werkzeugen.
In der Ladestation werden Werkstücke und Vorrichtungen vorbereitet, während die Maschine eine andere Bearbeitung ausführt.
„Die Anzahl Spindelstunden in der Zelle hat sich um 50 Prozent erhöht“, berichtet Lehman stolz, „und die Software WorkShopManager von System 3R ist einfach unübertroffen. Wir haben die ganze Zeit vollste Kontrolle über sämtliche Vorgänge in der automatischen Produktionszelle. Jedes Bauteil ist mit seinen NC-Programmen verknüpft, wir können die Prioritäten in der Arbeitsabfolge per ’drag and drop’-Funktion direkt in der Maschine ändern, und die Datenbank liefert uns eine Menge unterschiedlicher Daten. So z.B. die Bearbeitungszeiten, die wir in den Nachkalkulationen anwenden können.“
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Entwürfe/zeichnungen:
WorkMaster & Deckel DMC 60T
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Automation in general
WorkShopManager
Dynafix