fico Tooling B.V.
Vor einigen Jahren sah Gerrie Peters, Produktionsleiter der Formenbau-Abteilung der Fico Tooling B.V., dass man am Scheideweg stand. Wie bisher konnte es nicht weitergehen. Fico Tooling B.V. gehört der Besi-Gruppe an, einem multinationalen Lieferanten der Halbleiter-Industrie, und man produziert hochwertige Bauteile für die Formwerkzeuge der Gruppe sowie Trimm- und Formwerkzeuge. Der Wettbewerb von Tochtergesellschaften und anderen Anbietern in Niedrigpreis-Ländern wie Malaysia und China begann ein Problem zu werden.
Der Betrieb wertete eine Anzahl von Palettensystemen aus, die das Werkstück durch die gesamte Produktionskette tragen sollten. Nach eingehenden Tests entwickelte man zusammen mit Mecatool eine modifizierte Standardpalette, die dem speziellen Bedarf von Fico angepasst war.
Die Effekte der Werkstück-Palettierung waren viel versprechend. Die Rüstzeit für einen Standard-Auftrag verkürzte sich um 80 % von 150 auf 30 Minuten.
Als nächster Schritt folgte die Automatisierung des Fertigungsprozesses. Zunächst rüstete man zwei Robofil 2030SI mit je einem WorkPal Compact mit 6 bzw. 12 Positionen zum automatischen Werkstückwechsel auf. Diese Investition erwies sich als so wertvoll, dass innerhalb von sechs Monaten neue Gelder bereitgestellt wurden. Diese investierte man in eine Doppelzelle, bei der ein WorkMaster das Ein- und Auswechseln auf dem Maschinentisch einer Heun Apos600 sowie auf der Maschinenspindel und dem Maschinentisch einer Roboform 350 besorgt. Dazu kam später eine weitere Doppelzelle mit einem WorkMaster und zwei Roboform 2000.
Gerrie Peters – „Automatisierte Produktion erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
Das Wichtige bei diesen Neuinvestitionen ist, dass die Produktionszellen nicht als „einsame Inseln“ installiert wurden, sondern eine integrierte Produktionseinheit darstellen, in der die Software WorkShopManager von System 3R eine entscheidende Rolle spielt. Prozessingenieur Toine Sleutjes erklärt: „In knapp zwei Jahren haben wir die Anzahl der Maschinenstunden von 40.000 auf 60.000 pro Jahr erhöht – und das bei weniger Personal und weniger Maschinen! Das setzt jedoch ein Produktionsplanungssystem voraus, das vollste Kontrolle über den Produktionsprozess hat – bis ins kleinste Detail.“
Fest steht, dass Fico Tooling die Herausforderung aus dem Osten angenommen hat. Gerrie Peters erklärt: „Unsere Kollegen da drüben konkurrieren mit Mannstunden und niedrigeren Stundenkosten. Wir reagieren darauf mit effektiver Bearbeitungszeit in unseren Maschinen, minimierten Rüstzeiten, automatisierter Fertigung rund um die Uhr und hoher Flexibilität. Wenn wir diese Dinge gut entwickeln können, werden unsere Preise für Formwerkzeuge wettbewerbsfähig. Es hat gut angefangen, aber wir haben noch mehr zu bieten. Später werden wir auch die letzte Phase des Produktionsprozesses – das Schleifen – automatisieren. Hierfür ist eine weitere Doppelzelle geplant. Und das Produktionssteuerungssystem wird ständig weiterentwickelt.
Eine der Doppelzellen. Zwei Roboform 2000 und ein WorkMaster.
Fest steht, dass erhöhte Produktivität nicht automatisch kommt – und wenn sie kommt, wärt sie nicht ewig. Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, wird nicht nur vom Wettbewerb überholt, sondern verliert auch alles, was er einmal erreicht hat.“
Druckerfreundliche Version
Entwürfe/zeichnungen:
WorkMaster mit Charmilles: Charmilles Roboform 2000 & Roboform 2400
WorkMaster mit Charmilles: Heun APos 600 & Charmilles Roboform 350
Angewandte Links:
WokPal Compact Servo
WorKMaster
Automation in general