Die Geschichte des Unternehmens Grosfilley nahm ihren Lauf, als Jean-Pierre Grosfilley 1973 ein Ingenieursbüro zur Entwicklung von Formwerkzeugen gründete. 1980 begann er mit der Eigenproduktion eines Zweikomponenten-Werkzeugs. Das Patentgesuch für den drehbaren Unterteil der Werkzeuge einige Jahre später war der Startschuss für eine Zusammenarbeit mit einem Spritzgussmaschinenhersteller.
Die Unternehmenskultur bei Grosfilley ist von dem Bestreben geprägt, allen anderen einen Schritt voraus zu sein. Wenn das Unternehmen einen Kostenvoranschlag vorlegt, sind die vollständige Entwicklungsarbeit oder gar Validierungstests bereits durchgeführt worden. Auf diese Weise wissen sowohl Käufer als auch Lieferant über alle Voraussetzungen bescheid. Der Bedarf nachträglicher Justierungen begrenzt sich damit auf ein Minimum.

„Wir arbeiten eng mit den Konstrukteuren unserer Kunden zusammen, sodass wir manchmal schon Veränderungen vornehmen können, bevor das Produkt fertig ist“, erklärt Jean-Pierre Grosfilley.
Darüber hat sich Grosfilley mit zwei weiteren Unternehmen zusammengeschlossen – Collomb und Georges Pernoud – damit man Meinungen zur Geschäftsstrategie austauschen und gemeinsame Maßnahmen ergreifen kann. Ein Zertifizierungsverfahren und eine koordinierte Informationshandhabung sind Früchte dieser Zusammenarbeit. Auch auf die Investitionen nimmt die Kooperation großen Einfluss.
Jean-Pierre Grosfilley: „Entscheidend für den optimalen Mehrwert pro Mitarbeiter ist der effiziente Werkstückfluss zwischen den Maschinen. Hierfür ist das Palettiersystem von System 3R unendlich wertvoll.“
„Vor jedem Investitionsbeschluss machen wir uns gemeinsam Gedanken“, sagt Grosfilley. „Der Erfahrungsaustausch verbessert die Voraussetzungen für unsere Investitionen. Wir nehmen Stundenkosten, Betriebszeit und Rentabilität unter die Lupe, und lassen die rein technischen Fragen zunächst beiseite, um bei der Planung des Maschinenparks mittel- und langfristige Aspekte zu berücksichtigen.“
Ein solcher Erfahrungsaustausch führte auch zu der Entscheidung, die automatisierte Bearbeitung mit Palettenwechsel und Hochgeschwindigkeitsfräsen einzuführen.
Bereits 1987 installierte Grosfilley das erste Bearbeitungszentrum, das heute zur Ausbildung der CNC-Bediener verwendet wird. Die erste Hochgeschwindigkeitsfräse, eine Matsuura 510, wurde 1999 zu Schlichtungszwecken installiert, um die Polierzeiten zu reduzieren. Jean-Pierre Grosfilley: „Eine solche Investition setzt ein Palettiersystem voraus, damit sich die Maschinen möglichst effizient nutzen lassen.“
Nr. 1 in der Werkstatt – die automatische Produktionszelle mit WorkPal Dynafix und einer Matsuura.
Man entschied sich für einen WorkPal mit acht Dynafix-Paletten zur Ergänzung des bereits vorhandenen, manuellen Dynafix-Systems. Heute produziert diese automatische Produktionszelle jährlich etwa 3000 Elektroden für die beiden Senkerodiermaschinen des Betriebs. Sämtliche Elektroden werden auf MacroJunior Einwegfuttern hergestellt.
Da man das Preis-Leistungsverhältnis der Matsuura zu schätzen wusste, wurde 2004 ein zweites Bearbeitungszentrum gekauft – eine LX1500. Um entweder ein großes oder gleichzeitig mehrere mittelgroße oder kleinere Formwerkzeuge herstellen zu können, wurde die Maschine mit dem Delphin-System in Kombination mit einem von Grosfilley selbst gebauten Aufspannsystem ausgerüstet.

„Die Produkte von System 3R zeichnen sich nicht nur durch sehr hohe Präzision und Stabilität aus, sondern lassen sich auch dem besonderen Bedarf jedes Unternehmens anpassen“, betont Jean-Pierre Grosfilley. „Das Palettiersystem und die Voreinstellung außerhalb der Maschine helfen uns, unser Ziel zu erreichen – den Mehrwert pro Mitarbeiter zu erhöhen. Die Kosten für unsere Formwerkzeuge wurden um 20 Prozent gesenkt, und die Durchlaufzeiten betragen heute 6-10 Wochen, während es 1999 noch 8-12 Wochen waren.“
Das Bestreben, den anderen immer einen Schritt voraus zu sein, die Bereitschaft, in fortschrittliche technische Lösungen zu investieren, sowie das strenge Qualitätsdenken machen das Unternehmen zu einem erstklassigen Lieferanten, dessen Kunden hauptsächlich aus der Automobilindustrie kommen, aber auch im Handwerkzeug- und Sportgerätesektor zu finden sind. Diese Kunden suchen nicht nach Formenbauern in den Niedrigpreis-Ländern, da sie wissen, dass die beste Lösung direkt vor ihrer Tür zu finden ist. Qualität und Lieferzeit wie vereinbart und keine unbekannten Faktoren – das schafft Vertrauen.
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