Die LB:s Mekaniska Verkstad AB in Älvängen, Schweden, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man in Schweden noch immer eine rentable Werkstattproduktion entwickeln und betreiben kann, obwohl sich der Wettbewerb mit den Niedriglohnländern ständig verschärft.
Seit LB 1963 als Einmannunternehmen gegründet wurde, hat der Betrieb in Lohnfertigung Komponenten hergestellt. Von Beginn an hat mein Vater den Kurs für das Unternehmen festgelegt", sagt Magnus Brogren, der seit 10 Jahren Geschäftsführer von LB ist. „Wir sind auf die Herstellung von Prototypen und kleinen Serien spezialisiert. Dabei haben wir immer eine gewisse Überkapazität eingeplant, damit stets Ressourcen für Eilaufträge zur Verfügung stehen. Wir müssen unserem Motto als ‚flexibelstes Unternehmen an der Westküste‘ gerecht werden." Heute beschäftigt das Unternehmen 38 Mitarbeiter und hat eine moderne Produktionsanlage, einen festen Kundenkreis und volle Auftragsbücher, die manchen Konkurrenten vor Neid erblassen lassen würden. Nicht zu Unrecht blickt man bei LB voller Zuversicht in die Zukunft.

Eine in der Doppelzelle auf einer MacroMagnum-Palette produzierte Brenner-Komponente.
Das Unternehmen bearbeitet hauptsächlich Werkstoffe wie Stahl, Edelstahl und Aluminium. Die Kunden sind in erster Linie schwedische Firmen, die ihre Produkte in alle Welt exportieren.
Ein roter Faden in der Unternehmensstrategie ist, dass alles automatisiert wird, was automatisiert werden kann. Auf diese Weise sollen schwierige Arbeiten erleichtert, der menschliche Faktor eliminiert und einseitige Aufgaben zugunsten einer stimulierenden Arbeitssituation weitestgehend vermieden werden. „Wir automatisieren so viel wie möglich, aber das bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter weniger zu tun hätten. Die Maschinenbediener haben vielmehr andere und vor allem angenehmere Aufgaben zu erfüllen", sagt Magnus Brogren.
Ein richtiger Engpass war früher die 5-achsige Bearbeitung. Hier waren die vorhandenen Maschinen einfach überlastet. „Wir waren mit Palettiersystemen und System 3R wohl vertraut", erzählt Magnus Brogren, „und wir beschlossen, in zwei Quaser MV154U zu investieren, die von einem WorkMaster mit 40 Magazinpositionen für MacroMagnum-Paletten bedient wurden."
Magnus Brogren: „Wir streben stets nach erhöhter Kompetenz, um unseren Kunden einen Mehrwert bieten zu können."
„Die Inbetriebnahme verlief reibungslos", wirft Bediener Rico Gräber ein. „Nach zwei Tagen hatte ich gelernt, die automatische Doppelzelle zu handhaben. Sie ist unglaublich flexibel. Zurzeit haben wir 15 unterschiedliche Aufträge im Magazin. Die größte Serie umfasst 6 Stück, einige andere 2-3 Stück und der Rest sind reine Einzelfertigungen."
Die Doppelzelle liefert 20 Spindelstunden pro Maschine und Arbeitstag.
Jede einzelne Maschine liefert heute während der Tagesschicht und des mannlosen Nachtbetriebs 20 Spindelstunden pro Arbeitstag. Das resultiert in erhöhter Produktivität und nicht zuletzt auch in einem gleichmäßigeren Arbeitsfluss, der den Mitarbeitern einen stressfreieren Alltag beschert. Die automatische Zelle produziert vorzugsweise Komponenten für Gasturbinen. Und damit sind wir auch schon beim nächsten großen Schritt in der Firmenentwicklung.
Vor fünf Jahren nahm das Unternehmen die Produktion von Komponenten für die Gasturbinen-Brenner auf. Die Nachfrage nach Gasturbinen steigt mit dem zunehmenden Bewusstsein der Menschen in Umwelt- und Energiefragen. Die Produktion von Komponenten für Gasturbinen-Brenner hat sich daher vervielfacht und wird weiter zunehmen. „Ein anderer Grundsatz unserer Strategie ist die kontinuierliche Erweiterung unserer Kompetenz", erklärt Magnus Brogren. „Zwar können wir bereits Komponenten von hoher Präzision und mit kurzen Durchlaufzeiten produzieren, aber das können andere auch. Sehr viel weniger Marktakteure können diese Komponenten zu einem kompletten Brenner zusammenschweißen.
Kompletter Brenner. Je nach Turbinengröße sind für jede Gasturbine bis zu 30 Brenner erforderlich.
Kein anderes Unternehmen kann jedoch, soweit uns bekannt ist, die Komponenten produzieren, diese danach zusammenschweißen und den Kunden einen fertigen Brenner liefern." LB stellte kurzerhand qualifizierte Schweißer ein und ließ sich für das anspruchsvolle Präzisionsschweißen lizensieren. Im Spätsommer werden Schweißroboter installiert und damit ist man für höhere Aufgaben gerüstet.
„Das war durchaus kein Schuss ins Blaue, sondern eine sorgfältig vorbereitete Investition in Übereinstimmung mit unserem Geschäftsplan", hebt Magnus Brogren hervor. „Wir sind davon überzeugt, dass wir in naher Zukunft unseren Umsatz verdoppelt und erheblich mehr Mitarbeiter haben werden."
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