Erinnern Sie sich noch an den Gruß von Mr. Spock aus der Kultserie Star Treck – „Leben Sie lange und in Frieden“? Der englische Originalwortlaut „Live long and prosper“ beschreibt die Unternehmensphilosophie von Magor Mold in San Dimas, Kalifornien, sehr treffend. Lebensdauer und Erfolg ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschäftstätigkeit.
Viele Formenbauer streben danach, Lieferant der qualitätsbewussten Medizinindustrie zu werden. Auf diesem Markt ist Magor Mold seit Jahrzehnten etabliert. So machen Formwerkzeuge für die medizintechnische Industrie ganze 95 Prozent des Produktionsvolumens von Magor Mold aus, wobie es sich dabei größenteils um Einzelanfertigungen handelt.
Wolfgang Buehler: „Automation erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und schafft neue Arbeitsplätze.“
„Bereits 1967 hat mein Onkel Max Ruf Formwerkzeuge für die Medizintechnik geliefert“, erzählt Geschäftsführer Wolfgang Buehler, „und als Max und ich 1990 unsere Betriebe zusammenschlossen, bekamen wir richtig Wind in die Segel. Wir können also guten Gewissens behaupten, in Sachen Medizintechnik über langjährige Erfahrung zu verfügen. Das gilt nicht zuletzt auch für unsere kompetenten Mitarbeiter, deren durchschnittliche Anstellungszeit über 10 Jahre beträgt.“

Personalkontinuität und die gesammelte Berufserfahrung geben den Kunden von Magor Mold bei Wiederholungsaufträgen große Sicherheit und schaffen eine solide Grundlage für neue Herausforderungen. Eine wesentliche Rolle in den Kundenbeziehungen spielen die Projektleiter, die für jedes Projekt die übergreifende Verantwortung tragen – vom Anfang bis zum Ende. Und diese Verantwortung endet nicht mit Lieferung des Produkts, sondern erstreckt sich über dessen gesamte Lebensdauer.
Die für die Massenproduktion vorgesehenen Formwerkzeuge von Magor Mold – sie sind für die Produktion von ca. einer halben Milliarde Komponenten pro Jahr ausgelegt – zeichnen sich durch Präzision und lange Lebensdauer aus. Mit diesen Formen werden Jahr für Jahr enorme Mengen von Präzisionsteilen gefertigt. „In den letzten Jahren hat sich der Preisdruck erheblich erhöht“, sagt Wolfgang Buehler. „Viele Kunden tendieren zu kurzfristigem Preisfokus und versäumen, eine sorgfältige, langfristige Kostenanalyse pro gefertigtes Bauteil durchzuführen. Die Fragestellung sollte dabei sein, ob man ein langlebiges Qualitätswerkzeug möchte, oder mehrere Werkzeuge von kürzerer Standzeit. Wenn man die Kosten pro produziertes Bauteil betrachtet, kann es kaum jemand mit uns aufnehmen.“
Die kraftvolle Doppelzelle – bestehend aus zwei Senkerodiermaschinen und einem WorkMaster – in der bereits Aufträge mit einer mannlosen Bearbeitungszeit von 42 Stunden bewältigt wurden.
Auch die Beziehungen zu den Lieferanten sind von Kontinuität geprägt. Magor Mold arbeitet bereits seit der Einführung des Mini-Systems Ende der 60er Jahre mit System 3R zusammen. „System 3R hat stark zur Erhöhung unserer Produktivität beigetragen, vor allem bei der Elektrodenherstellung“, betont Wolfgang Buehler.
„Neben loyalem und kompetentem Personal ist unsere Investitionsbereitschaft der Schlüssel zu unseren Erfolgen. Wir verfolgen die technische Entwicklung und sind immer auf der Suche nach den bestmöglichen Produktionsmitteln. Ein Beispiel hierfür ist die frühe Einführung der CNC-Technik, und inzwischen automatisieren wir alles, was nur zu automatisieren geht.“
Kurz nach der Jahrtausendwende installierte das Unternehmen seine erste automatische Produktionszelle, der schon bald weitere folgten. Heute umfasst der Maschinenpark drei Senkerodierzellen – eine Charmilles mit WorkMaster und Macro- bzw. Dynafix-Paletten, eine Doppelzelle mit zwei Mitsubishi und einem WorkMaster, ebenfalls ausgerüstet mit Macro und Dynafix auf 98 Magazinpositionen, sowie eine weitere Charmilles mit einem WorkPartner.

Dazu kommen zwei automatische Zellen für die Elektrodenherstellung, welche in beiden Fällen mit einer Roku-Roku und einem Workpal mit 60-Positionen-Magazin für macro-Paletten ausgerüstet sind.
„Die Automation ist ganz einfach eine Voraussetzung für den Fortbestand unseres Betriebs“, fasst Wolfgang Buehler zusammen. „Ohne Automation würde der Formenbau in die Niedrigkostenländer übersiedeln. Für uns in der westlichen Welt ist es unerlässlich, die Produktivität pro Mitarbeiter zu steigern, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Automation rettet vorhandene Arbeitsplätze und schafft neue, und nicht umgekehrt, wie einige Dickköpfe behaupten!“
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