Mantz Automation Inc.
Die Mantz Automation Inc. in Hartford, Wisconsin, zeichnet sich in mehrfacher Hinsicht aus. Zum einen kann das Unternehmen seit seiner Gründung 1989 ein stetes Wachstum vorweisen, zum anderen verfügt es über eine ausgesprochen zweckmäßige und optisch ansprechende Anlage, und last but not least über eine bemerkenswert flache Organisation. Die beispiellose Flexibilität von Unternehmensleitung und Mitarbeitern ermöglicht eine Organisation, die so flach ist wie die Prärie im „Dairyland“.
Denise Mantz: „Bei einer Investition sollte man sich nicht die Frage stellen:‚was kostet das?‘, sondern vielmehr: ‚was kostet es, die Investition nicht zu machen?‘
Geschäftsführerin Denise Mantz erinnert sich: „Als mein Mann Robert und ich das Unternehmen gründeten, hatten wir klar definierte Ziele. Erstens wollten wir einen Betrieb mit gutem Teamgeist schaffen, und zweitens immer in Bereitschaft sein, um neue technologische Möglichkeiten schnell in unsere Tätigkeit zu integrieren und zu nutzen.“
Graphitelektrode 220x180 mm, hergestellt in einem Macro-Halter 54x54 mm.
1992 baute man das erste eigene Firmengebäude und erhöhte die Zahl der Mitarbeiter von 7 auf 20. Ein so schnelles Wachstum würde Denise Mantz heute niemandem empfehlen. 1997 übernahm Mantz Automation einen Werkzeug- und Formenbau-Betrieb in Fond du Lac mit 12 qualifizierten Mitarbeitern und 2002 ein weiteres Unternehmen in Iowa mit 5 Mitarbeitern.
Der Großteil der Formwerkzeuge von Mantz Automation ist für den Kunststoff-Spritzguss von Verbraucherprodukten vorgesehen. Dabei kann es sich um kleine Formen handeln, die im Laufe eines Wochenendes hergestellt werden, bis hin zu Riesenformen, die über 3.000 Bearbeitungsstunden fordern. In der Regel zirkulieren über 100 Formen in unterschiedlichen Fertigungsstadien durch die Werkstatt. Das stellt hohe Anforderungen an den Produktionsfluss, denn Liefersicherheit wird bei Mantz Automation ganz groß geschrieben.
Das neue Gebäude besitzt ein offenes faseroptisches Netzwerk, über das die Datenbank jedem Mitarbeiter zugänglich ist. Wichtige Entscheidungen werden oft direkt in der Fertigung getroffen. Die Bediener erstellen die NC-Programme selbst, und man hat eben erst ein neues Datensystem für Nachberechnungen installiert. Im Grunde arbeitet man im Zwei-Schicht-Betrieb, jedoch mit großer individueller Flexibilität, sodass die Fertigung praktisch rund um die Uhr im Gange ist. „Alle Mitarbeiter sind sich darüber im Klaren, was produziert und wann geliefert werden soll“, sagt Denise Mantz. „Wann der einzelne Mitarbeiter kommt oder Feierabend macht, ist von untergeordneter Bedeutung, solange wir nur unsere Verpflichtungen gegenüber dem Kunden erfüllen. ‚Freiheit unter Verantwortung‘ – das ist unser Motto.“
„Seit dem ersten Tag benutzt Mantz Automation Elektrodenhalter von System 3R, um eine rationelle Elektrodenherstellung zu erzielen“, sagt Leo Chilson, der für die Elektrodenherstellung zuständig ist. „Anfangs verwendete man das Mini-System, bevor man vor etwa 10 Jahren auf Macro umstieg.“
Hocheffiziente Doppelzelle. Zwei Hochgeschwindigkeitsfräsen und ein WorkMaster.
Sieben Senkerodiermaschinen und Elektrodenwechsler mit 20 Positionen setzen einen steten Elektrodenfluss voraus. 2001 investierte das Unternehmen daher in eine Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine, um seine Kapazität zu erhöhen. Man entschied sich für eine Creative Evolution 500, nicht zuletzt wegen der bedienerfreundlichen Maschinensteuerung.
Nach einiger Zeit sah Leo ein, dass die Maschinenkapazität nicht optimal genutzt wurde, und begann, über einen Roboter nachzudenken, mit dem die Produktion auch nachts weitergehen konnte. Der WorkMaster von System 3R war seiner Meinung nach die ideale Lösung, und mit einer sorgfältig ausgearbeiteten Kalkulation konnte er auch die Unternehmensleitung davon überzeugen. „Bei einer Investition sollte man sich nicht die Frage stellen: ‚was kostet das?‘, sondern vielmehr: ‚was kostet es, die Investition nicht zu machen?‘. Hier lieferte die Berechnung von Leo eine eindeutige Antwort“, erklärt Denise Mantz.
Die Maschine wurde mit einem MacroCombi-Futter auf dem Maschinentisch ausgerüstet, und das Robotermagazin wurde sowohl für MacroJunior- als auch für Macro-Halter konfiguriert. All die hohen Erwartungen erfüllten sich. „Tatsächlich änderte sich die gesamte Einstellung zu unserer Tätigkeit“, sagt Leo Chilson. „Ich hatte früher nicht eingesehen, wie viel Zeit wir durch die manuelle Handhabung vergeudeten. All diese unnötigen Handgriffe gehören jetzt der Vergangenheit an. So werden beispielsweise die Elektrodenrohlinge heute in der richtigen Länge gebohrt und mit Gewinde geliefert. Früher haben wir einzelne Elektroden hergestellt, heute können wir von einer Massenproduktion reden, und das ohne jegliche Qualitätseinbußen.“
Eins führte zum anderen, und letzten Herbst investierte das Unternehmen in eine zweite Creative Evolution. Diesmal wählte man das größere Modell 820, das vom selben WorkMaster beschickt wird. Damit verfügt man über eine hocheffiziente Doppelzelle.
Die neue Maschine wurde mit dem patentierten vibrationsdämpfenden Futter Macro VDP ausgerüstet. „Einfach super“, lobt Leo. „Beim Schruppen konnten wir die Werte für Vorschub und Schnitttiefe um 20 Prozent erhöhen. Außerdem haben wir festgestellt, dass die Fräswerkzeuge erheblich länger scharf blieben. Hier produzieren wir auch sehr große Elektroden auf Macro-Haltern von 70x70 mm.“
Leo Chilson – „Früher waren vier Leute damit beschäftigt, die Elektroden für zwei Erodiermaschinen herzustellen. Heute reichen zwei Leute aus, den Elektrodenbedarf von sieben Senkerodiermaschinen zu decken.“
Das Zählwerk der neuen Maschine bestätigt eine Betriebszeit von 600 Spindelstunden pro Monat. „Die Doppelzelle hat die Kapazität der Elektrodenabteilung stark erhöht. Die Arbeit ist bestens strukturiert und organisiert. Die Arbeit wurde einfacher und macht mehr Spaß, und mit halb so vielen Mannstunden produzieren wir heute dreimal soviel Elektroden wie früher“, fasst ein zufriedener Leo Chilson zusammen.
Druckerfrendliche Version
Angewandte Links:
Mini
MacroJunior
MacroCombi
Macro
VDP
Automation
WorkMaster