Das Unternehmen Musashi Precision Machining Technology legt bei der Formulierung seiner Ziele keine falsche Bescheidenheit an den Tag. Geschäftsführer Takao Tezuka sagt es frei heraus: „Wir streben nicht danach, die Größten zu sein, aber die Besten!“
Nach über 40 Jahren in der Branche fasst man 2002 den strategischen Beschluss, den ganzen Betrieb auf die Lohnfertigung komplexer Komponenten umzustellen. Während Musashi früher auch viel mit Drehmaschinen arbeitete, konzentriert sich die Tätigkeit heute ganz auf das Fräsen von Präzisionsbauteilen.
Hierzu benutzt das Unternehmen eine selbst entwickelte Software, ein CAS-System, das sich für die regelmäßigen Kundenkontakte während der Produktionsvorbereitung für die meist sehr komlozierten Produkte als sehr nützlich erwiesen hat.
In der klimatisierten Werkstatt (±2 ºC) in Menuma, Saitama, stehen heute über 15 vertikale oder horizontale Bearbeitungszentren, die im Dreischichtbetrieb an sechs Tagen der Woche rund um die Uhr im Einsatz sind.
Palettenwechsler in allen 5-achsigen Maschinen erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit
Die Kunden kommen aus den Sparten Luft- und Raumfahrttechnik, Medizintechnik, Halbleiterindustrie und Automobilindustrie – darunter auch der japanische Formel-1-Rennstall. Bei 40 Prozent der Aufträge handelt es sich um Prototypen, der Rest ist Serienproduktion kleiner Serien – oft so klein, dass man kaum von einer Serie sprechen kann. Die Stückzahlen erreichen selten den dreistelligen Bereich.
Der Betrieb bearbeitet hauptsächlich Aluminium, aber auch anspruchsvollere Werkstoffe wie Titan und Magnesium sind nicht ungewöhnlich. Musashi Precision machining technology ist selbstverständlich qualitätszertifiziert.
Im Zuge der Spezialisierung empfahl der Wiederverkäufer von Matsuura, das Palettiersystem von System 3R einzuführen.
Werksleiter Kazayuki Takeuchi erinnert sich: „Wir entschieden uns für das Macro-System in der Hoffnung, das Palettiersystem würde die Wiederholgenauigkeit sicherstellen, die Rüstzeiten reduzieren, die Präzision erhöhen, die Kollisionsgefahr minimieren und den Materialbedarf senken.
All diese Hoffnungen haben sich erfüllt. Aufträge lassen sich mit Macro unterbrechen, aus der Maschine nehmen und später abschließen - ohne jegliche Präzisionseinbußen. Damit lassen sich Prioritäten neu verteilen, was unseren Betrieb ausgesprochen flexibel macht. Und der Materialbedarf ging um ein Drittel zurück.“
Musashi verwendet Macro nicht nur als Palette für das Werkstück, sondern auch als Referenzsystem für die kleinen Schraubstöcke.
Letzten Sommer führte das Unternehmen auch das indexierbare Delphin-System von System 3R für größere Werkstücke ein. Inzwischen sind alle 5-achsigen Matsuura-Maschinen der Werkstatt mit Palettenwechsler ausgerüstet. Eine davon mit doppelten Macro-Futtern und eine mit dem Delphin-System.
Wie gesagt: man muss nicht unbedingt groß sein – aber gut!
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